Waldgrille

Nemobius sylvestris (Bosc, 1792)

Gattung: Nemobius

Familie: Echte Grillen (Gryllidae)

Unterordnung: Langfühlerschrecken (Ensifera)

Ordnung: Heuschrecken (Orthoptera)


Kennzeichen

Der Körper ist dunkelbraun bis schwarz, das Halsschild bräunlich die die schwarzen Beine haben bräunliche Flecken und Streifen. Die Flügel bedecken bei den Männchen etwa die Hälfte des Hinterleibs, bei den Weibchen sind sie zu Stummeln reduziert, somit ist die Waldgrille flugunfähig. An den Hinterbeinen befinden sich drei lange Dornen. Die Fühler sind lang und dünn. Das auffälligste Merkmals ist ein nach vorne offenen Fünfeck aus vier hellen Strichen auf dem Kopf. Weibchen haben eine etwa 5 bis 7 mm lange Legeröhre, Männchen zwei lange Hinterleibsanhänge (Cerci). Die Körperlänge beträgt bei beiden Geschlechtern etwa 7 bis 10 mm.

Flugzeit

Ausgewachsene Tiere kann man von Juni bis Oktober/November finden, besonders auf Falllaub.

Verbreitung

West- und Mitteleuropa, Nordafrika. Sie fehlt im Norden und in Deutschland verläuft verläuft die Verbreitungslinie etwa auf Höhe von Berlin.

Habitat

Laubwälder mit einer dichten Schicht aus Bodenstreu.

Fortpflanzung und Entwicklung

Die Weibchen werden von den Männchen durch zirpende Laute angelockt. Erscheint ein Weibchen betastet das Männchen es mit den Fühlern. Hält das Weibchen still, ist es zur Paarung bereit. Danach legt sie bis zu 150 Eier in den Boden ab. Die Eier überwintern und im Frühling des nächsten Jahres schlüpfen die Larven. In Deutschland dauert die gesamte Entwicklung zwei Jahre, in wärmeren Gebieten dauert sie nur ein Jahr. Gelegentlich überwintern auch ausgewachsene Tiere.

Gefährdung und Schutz

Die Waldgrille gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Die Waldgrille ist sehr flink und kann sehr gut springen.

Verwechslungsgefahr

Durch das auffällige Mal auf dem Kopf ist die Waldgrille unverwechselbar.