Orientalische Mörtelwespe

Sceliphron curvatum (Smith, 1870)

Gattung: Sceliphron

Familie: Sphecidae

Ohne Rang: Grabwespen (Spheciformes)

Unterordnung: Taillenwespen (Apocrita)

Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)


Kennzeichen

Der schlanke Körper hat eine schwarze Grundfarbe mit gelblich-braunen Querbinden auf dem Hinterleib. Die Beine sind rotbraun. Weibchen werden zwischen 13 und 17 mm groß, Männchen zwischen 17 und 21 mm.

Flugzeit

Man kann sie von Mai bis September finden.

Verbreitung

Ursprünglich in Indien und Nepal, in Mitteleuropa eingeschleppt und in Deutschland erstmals 1979 nachgewiesen.

Habitat

In Deutschland fast nur in Siedlungsbereichen.

Ernährung

Ausgewachsene Tiere ernähren sich von Pollen und Nektar, die Larven ernähren sich von Spinnen.

Fortpflanzung und Entwicklung

Das Weibchen baut tönnchenförmige Lehmnester, in die sie viele betäubte Spinnen verschiedenster Arten einträgt. Diese Nester baut sie bevorzugt in Wohnungen, dort z. B. in den Falten von Gardinen oder hinter Regalen und Schränken. Im Mai des nächsten Jahres ist die Entwicklung abgeschlossen und wer Nester dieser Grabwespe in der Wohnung findet, braucht dann nur die Fenster zu öffnen und die Tiere verlassen von allein die Wohnung.

Gefährdung und Schutz

Die Orientalische Mörtelwespe gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Wie fast alle Grabwespen ist auch die Orientalische Grabwespe völlig harmlos und friedlich und stellt für den Menschen keine Gefahr dar. Nur bei größter Bedrohung (z. B. feste Berührungen) könnten sie stechen.

Verwechslungsgefahr

Die Orientalische Mörtelwespe ist in Mitteleuropa unverwechselbar.