Lestica alata (Panzer, 1797)

Ohne deutschen Namen

Gattung: Lestica

Familie: Crabronidae

Ohne Rang: Grabwespen (Spheciformes)

Unterordnung: Taillenwespen (Apocrita)

Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)


Kennzeichen

Der schwarze Körper ist dicht und grob Punktiert. Auf den ersten drei Segementen befinden sich weiße oder gelbliche Seitenflecken, auf den Segmenten vier und fünf Querbänder. Selten können diese Querbänder auch in der Mitte unterbrochen sein. Die Beine sind gelblich bis rot, die Fühler sind an der Basis gelb, dann rötlich und dann schwarz. Bei den Männchen befindet sich am Fuß der Vorderbeine eine durchsichtige Verbreiterung. Weibchen werden zwischen 9 und 12 mm groß, Männchen zwischen 9 und 11 mm.

Flugzeit

Man kann sie zwischen Mai und August finden.

Verbreitung

Europa außer auf den Britischen Inseln, Sibirien, China, bis nach Japan.

Habitat

Warme und trockene Sandgebiete wie Heiden oder Dünen.

Ernährung

Ausgewachsene Tiere ernähren sich von Pollen und Nektar von Doldenblütlern (Apiaceae), die Larven ernähren sich von Schmetterlingen.

Fortpflanzung und Entwicklung

Zur Paarung greift ein Männchen ein Weibchen, legt die Vorderbeine auf den Kopf und umgreift mit dem mittleren Beinpaar den Abdomen des Weibchen. Dann schlägt es mit rhythmisch mit den Flügeln und wippt langsam mit der Hinterleibsspitze sowie der Fühler auf und ab. Oft fliegt das Weibchen mitsamt dem Männchen obenauf davon und betritt ihr Nest wobei das Männchen dann am Eingang abgestreift wird. Die Weibchen bauen ihr Nest meist in großen Gemeinschaften von vielen hundert Tieren, entweder im reinen Sandboden oder im Lehmboden. Dieser ist aber stehts etwas fester. Beim Bau des Nestes ziehen die Weibchen den Sand rückwärts aus dem Nest heraus wobei oft gut sichtbare rampenförmige Grabspuren zu sehen sind. Die Eingänge selbst liegen meist versteckt an der Basis von Pflanzen und sind in der Nacht oder bei der Jagd offen. Der Gang mündet in bis zu sieben Brutkammern, in die das Weibchen Kleinschmetterlinge einträgt. Sind die Brutkammern befüllt und jeweils ein Ei darauf abgelegt, wird der Eingang vom Weibchen gut verschlossen.

Gefährdung und Schutz

Lestica alata gilt zurzeit als nicht gefährdet, ist aber gebietsweise sehr selten geworden.

Besonderheiten

Die Weibchen nutzten auch gerne die Seiten der Fahrspuren von Feldwegen mit spärlicher Bewachsung. Wachsen diese aber durch zu wenig Nutzung zu, wird dieser Nistplatz für sie uninteressant.

Verwechslungsgefahr

Es gibt mehrere sehr änlich aussehende Arten und besonders das Weibchen kann mit diesen verwechselt werden. Es gibt auch mehrere weitere Männchen mit einer Verbreiterung an den Vorderbeinen. Aber bei keiner anderen Art ist diese durchsichtig.