Crabro peltarius (Schreber, 1784)

Ohne deutschen Namen

Gattung: Crabro

Familie: Crabronidae

Ohne Rang: Grabwespen (Spheciformes)

Unterordnung: Taillenwespen (Apocrita)

Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)


Kennzeichen

Der Körper ist schwarz, auf dem länglichen Hinterleib sind gelbe Flecken an den Seiten die sich zum Ende des Hinterleibs hin in der Mitte berühren. Die Beine sind gelb und schwarz, die Vorderschienen sind schwarz und bei den Weibchen leicht verbreitert, bei den Männchen zu schildartigen erweitert. Sie wird etwa 10 bis 12 mm groß.

Flugzeit

Man kann sie von Juni bis September fliegen sehen.

Verbreitung

Europa, Asien, bis in eine Höhe von ca. 1.800 m.

Habitat

Sandige Gebiete wie Heiden oder Dünen.

Fortpflanzung und Entwicklung

Das Weibchen gräbt ihr Nest in sandige Böschungen etwa 30 cm Tief in den Boden. Es wurden aber auch schon Nester zwischen Pflastersteinen gefunden. Bei guten Bedingungen kann man mehrere Nester nebeneinander finden. Eine Übernahme von Nestern fremder Arten kommt auch vor, vor allem wenn der Boden sehr hart ist. Die Brutzellen (bis zu 7 Stück) werden mit etwa neunFliegen befüllt. Dazu fängt das Weibchen die Fliegen in Gebüschen und trägt sie fliegend zum Nest. Kurz vor dem Eingang verlangsamt es den Flug um dann plötzlich vorzustoßen und schnell im Nest zu verschienden. Sind die Brutzellen befüllt und die Eier abgelegt, scharrt das Weibchen die Gänge wieder zu. Die Brutzellen wurden aber vorher durch andrücken mit der Hinterleibsspitze verfestigt. Nach etwa sieben Tagen schlüpfen die Larven.

Gefährdung und Schutz

Crabro peltarius gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Crabro peltarius gehört zu den am häufigsten vorkommenden Grabwespen in den Sandgebieten.  In der Nacht und bei schlechtem Wetter verlassen die Weibchen nicht ihr Nest. Männchen suchen in der Zeit Schutz in Holzlöchern.
Männchen scheinen eine Art Revier zu haben. Sie fliegen immer eine Strauchschicht von zwei bis vier Metern ab und nutzten dabei immer wieder dieselben Blätter als Rastplatz.

Verwechslungsgefahr

Es gibt viele weitere Grabwespen mit einer sehr ähnlichen Zeichnung. Anhand von Fotos sind sie nur sehr schwer zu unterscheiden.