Heide-Feldwespe

Polistes nimpha (Christ, 1791)

Gattung: Feldwespen (Polistes)

Familie: Faltenwespen (Vespidae)

Unterordnung: Taillenwespen (Apocrita)

Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)


Kennzeichen

Der Körper ist schwarz mit gelben Flecken und Streifen auf der Brust und dem Hinterleib. Die gelben Bänder auf dem Hinterleib sind beinahe gerade und zeigen nur geringe Einbuchtungen. Der Hinterkörper ist Spindelförmig. Der Kopf ist schwarz, das Gesicht gelb mit einem w-förmigen schwarzen Fleck dazwischen. Die Ausdehnung dieses Zeichens ist jedoch variabel. Auf den Wangen befinden sich ebenfalls gelbe Flecken, die Mundwerkzeuge sind vollkommen schwarz. Die Fühler sind auf der Oberseite dunkel, auf der Unterseite orange-rot, bei den Männchen ist die Fühlerspitze eingerollt. Königinnen und Arbeiterinnen kann man nicht voneinander unterscheiden. Arbeiterinnen werden etwa 14 mm groß, Königinnen etwa 16 mm und Männchen etwa 15 mm.

Flugzeit

Man kann sie von Mai bis September fliegen sehen.

Verbreitung

Süd- und Mitteleuropa, Zentralasien.

Habitat

Hauptsächlich in warmen, trockenen Gebieten wie z. B. Heiden, Trockenrasen oder trockene Brachen.

Ernährung

Sie ernährt sich von Pollen und Nektar verschiedener Pflanzen.

Fortpflanzung und Entwicklung

Zur Paarung verteidigen die Männchen ihr Revier und locken die Weibchen durch Pheromone an, die sie mit ihrem Hinterleib auf Blätter auftragen. Das Papiernest wird bis etwa 30 cm über dem Boden an Pflanzenstängeln gebaut.

Gefährdung und Schutz

Die Heide-Feldwespe gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Verwechslungsgefahr

Man kann sie leicht mit der Zierlichen Feldwespe (Polistis bischoffi) und der Schweizer Wespe (Polistes helveticus) verwechseln. Diese haben jedoch schwarze Wangen und die Mundwerkzeuge tragen zwei gelbe Flecken. Auch mit der Gallischen Feldwespe (Polistes dominulus) kann sie leicht verwechselt werden. Auch sie hat gelbe Flecken auf den Wangen und schwarze Mundwerkzeuge. Bei ihr ist die Zeichnung auf der Oberfläche der Brust und des Hinterleibes aber deutlich anders gemustert und ausgeprägt.