Gallische Feldwespe, Französische Feldwespe

Polistes dominulus (Christ, 1791)

Gattung: Feldwespen (Polistes)

Familie: Faltenwespen (Vespidae)

Unterordnung: Taillenwespen (Apocrita)

Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)


Kennzeichen

Der Körper ist schwarz mit mehreren gelben Querbinden und Punkten auf dem Hinterleib. Das Kopfschild und die Unterseite des letzten Hinterleibssegments sind gelb. Die Fühler sind ab dem dritten Glied organge-gelb, was sie unverwechselbar macht. Die Königin wird 13 bis 18 mm groß, die Arbeiterin und Männchen zwischen 12 und 15 mm.

Flugzeit

Man kann sie von April bis September fliegen sehen.

Verbreitung

Mitteleuropa, breitet sich nach Norden hin aus. In Asien, Japen, Australien und Nordamerika ist sie eingeschleppt worden.

Habitat

Offene warme Stellen wie Wiesen, Heiden, Hecken, Gärten oder Parkanlagen.

Ernährung

Sie ernährt sich räuberisch von anderen Insekten, vor allem von Spinnen und Fliegen, aber auch von Nektar.

Fortpflanzung und Entwicklung

Im Frühling bauen die jungen Königinnen, die überwintert haben, ein gut verstecktes Nest. Oft auch von mehreren Königinnen gemeinsam. In diesem Fall legen aber nicht alle Königinnen Eier ab, sondern es herrscht eine Rangordnung, bei der nur die stärkste für den Nachwuchs sorgt, die übrigen Königinnen überenhmen die Aufgaben der Arbeiterinnen Stirbt die ranghöchste Königin, beginnt sofort die rangnächste mit der Eiablage. Zum Nestbau werden hauptsächlich vertrocknete Pflanzenteile verwendet. Die einzelnen Waben sind offen, eine äußere Hülle fehlt dem Nest. Die Arbeiterinnen schlüpfen ab Juni, Ende Juli die jungen Königinnen und die Drohnen. Im Herbst stirbt die Königin und ihr Staat, die nächste Generation der Jungköniginnen überwintert.

Gefährdung und Schutz

Die Gallische Feldwespe gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Die Gallische Feldwespe ist sehr friedlich, nur bei direkter Störung verteidigt sie sich.

Verwechslungsgefahr

Sie kann leicht mit der Zierlichen Feldwespe (Polistes bischoffi) und der Schweizer Wespe (Polistes helveticus) verwechselt werden, die ebenfalls rote Fühler besitzen. Anhand der Gesichtszeichung und der Form der Zeichnungen auf dem Hinterleib ist eine Unterscheidung aber möglich. Auch eine Verwechslung mit der Heide-Feldwespe (Polistes nimpha) ist möglich.