Sächsische Wespe

Dolichovespula saxonica (Fabricius, 1793)

Gattung: Langkopfwespen (Dolichovespula)

Familie: Faltenwespen (Vespidae)

Unterordnung: Taillenwespen (Apocrita)

Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)


Kennzeichen

Der Körper ist dunkel, die gelben Zeichnungen auf dem Hinterleib sind sehr variabel. Ebenso die schwarze Zeichnung auf dem gelben Kopfschild. Königinnen werden zwische 15 und 18 mm groß, Arbeiterinnen zwischen 11 und 14 mm und die Männchen zwischen 13 und 15 mm.

Flugzeit

Man kann sie von Mai bis Anfang September fliegen sehen wobei die Arbeiterinnen erst Anfang Juni erscheinen und die Geschlechtstiere der nächsten Generation ab Ende Juni erscheinen.

Verbreitung

Mittel- und Nordeuropa bis nach Japan.

Habitat

Offene Gebiete wie Wiesen, auch in Siedlungen, überall häufig.

Ernährung

Sie ernährt sich von Pollen und Nektar verschiedener Blütenpflanzen.

Fortpflanzung und Entwicklung

Die grauen Papiernester werden gerne frei hängend an geschützten Orten wie z. B. Dachböden gebaut. Sie haben eine längliche Form und können bis zu 25 cm groß werden. Oft kann man kleine verlassene Nester finden die nach vergeblichen Nestgründungsversuchen zurück bleiben. Im Laufe des Jahres kann der Staat auf 100 bis 300 Arbeiterinnen anwachsen.

Gefährdung und Schutz

Die Sächsische Wespe gilt zurzeit als nicht gefährdet und ist eine der häufigsten Langkkopfwespen.

Besonderheiten

Die Sächsische Wespe ist eine sehr friedfertige Wespe und völlig harmlos. Man findet sie auch nicht an Lebensmitteln.

Verwechslungsgefahr

Man kann sie wegen der variablen Zeichung sehr leicht mit anderen Wespenarten verwechseln. Vor allem mit der Falschen Kuckuckswespe (Dolichovespula adulterina), von der sie parasitiert wird, der Waldwespe (Dolichovespula sylvestris) und der Norwegischen Wespe (Dolichovespula norwegica) besteht Verwechslungsgefahr.