Rote Mauerbiene, Rostrote Mauerbiene

Osmia bicornis (Linnaeus, 1758), Synonym: Osmia rufa

Gattung: Mauerbienen (Osmia)

Familie: Megachilidae

Ohne Rang: Bienen (Apiformes)

Unterordnung: Taillenwespen (Apocrita)

Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)


Kennzeichen

Die Grundfarbe des Körpers ist schwarz mit einem grünlichen Metallglanz. Auf den ersten drei Segmenten des Hinterleibs befinden sich leuchtend rote Haare die je nach Lichteinfall auch sehr dunkel erscheinen können. Männchen haben eine helle Behaarung an der Stirn und längere und dünnere Fühler als das Weibchen. Diese haben eine dunkle Behaarung an der Stirn und dort zwei kleine nach vorne gerichtete Hörner, die aber manchmal durch die Haare verdeckt werden. Weibchen werden ca. 10 bis 12 mm groß, die Männchen sind etwas kleiner.

Flugzeit

Man kann sie von März/April bis Juni fliegen sehen.

Verbreitung

Weite Teile Europa, Nordafrika. In Deutschland überall häufig.

Habitat

Waldränder, Lichtungen, im Siedlungsbereich auch gerne an Mauern oder Nisthilfen.

Ernährung

Sie ernährt sich von vielen verschiedenen Blütenpflanzen wie z. B. Obstbäumen, Wicken (Vicia) oder Mohn (Papaver) wobei sie meist die Angebote in der näheren Umgebung nutzt.

Fortpflanzung und Entwicklung

Als Nistplatz ist die Rote Mauerbiene nicht wählerisch. Sie nutzt praktisch jede Art von Hohlraum wie Bohrgänge im Holz, Ritzen und Löcher im Mauerwerk, hohle Stängel wie sie auch in Reetdächern vorkommen und sehr gerne auch Nisthilfen. In diese Hohlräume legt sie als Linienbau hintereinander bis zu 20 Brutzellen an und verschließt die Zwischenräume mit feuchtem Lehm oder Erde die sie mit ihrem Speichel durchmischt. Vor dem Verschließen trägt sie Pollen und Nektar für die Larven ein. Die Überwinterung erfolgt als erwachsenen Tier im Kokon und erst im nächsten Frühling verlassen sie die Brutkammern.

Gefährdung und Schutz

ie Rote Mauerbiene gilt zurzeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Da die Rote Mauerbiene nicht wählerisch bei ihrem Nistplatz ist, gehört sie zu den ersten und häufigsten Besuchen von Nisthilfen.

Wie bei der Gehörnten Mauerbiene (Osmia cornuta) haben auch die Weibchen der Roten Mauerbiene kleine Hörnchen an der Stirn. Dies sind die einzigen beiden Arten die dieses Merkmal tragen.

Verwechslungsgefahr

Bei genauer Betrachtung kann man die Rote Mauerbiene nicht mit anderen Bienen verwechseln. Es gibt aber einige sehr ähnlich aussehende Arten dieser Gattung.