Natternkopf-Mauerbiene

Osmia adunca (Panzer, 1798)

Gattung: Mauerbienen (Osmia)

Familie: Megachilidae

Ohne Rang: Bienen (Apiformes)

Unterordnung: Taillenwespen (Apocrita)

Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)


Kennzeichen

Das Weibchen trägt an den Seiten des Thorax hellbraune bis graue kurze Haare, dass Gesicht und die Beine sind hellgrau behaart. Die Fühler sind schwarz und die Augen schimmern je nach Lichteinfall grünlich mit schwarzen Punkten. Die Segmente des Hinterleibs tragen dünne helle Binden, die Bauchsammelbürste ist weiß. Das Männchen hat auf dem Thorax eine dichte längere rostrote Behaarung. Die langen flachen Fühler sind an der Basis gelb. Beide Geschlechter werden zwischen 8 und 13 mm groß.

Flugzeit

Man kann sie von Juni bis Anfang September finden.

Verbreitung

Süd- und Mitteleuropa, in Norden Deutschlands nur vereinzelnt, in den Alpen bis in eine Höhe von 2.100 m.

Habitat

Brachen, steinige Wiesen und Böschungen, Bahndämme, Weinbergbrachen.

Ernährung

Die Natternkopf-Mauerbiene sammelt ausschließlich Pollen und Nektar von Natternköpfen (Echium). Sie ist somit auf das Vorhandensein dieser Pflanzen angewiesen, die leider oftmals als Unkraut rausgezupft werden.

Fortpflanzung und Entwicklung

Das Weibchen nutzt vorhandene Hohlräume wie z. B. Fraßgänge in altem Holz, verlassene Nester anderer Bienenarten, Löcher in Fachwerhäusern oder Lehmwänden oder hohle Pflanzenstängel. Dort baut sie eine bis sieben Brutzellen und kleidet diese mit Mörtel aus Sand oder Lehm aus. Nach dem Eintragen eines Pollenvorrates wird ein Ei abgelegt und das Nest mit Sand, Lehm, Holzpartikeln und kleinen Steinchen verschlossen, dass mit Speichel durchmischt ist. Die Larve verpuppt sich in einem weißen Kokon und überwintert.

Gefährdung und Schutz

Die Natternkopf-Mauerbiene ist in der Roten Liste von Deutschland auf der Vorwarnliste (V) eingetragen und nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt.

Besonderheiten

Insektenhotels mit Bambusrohren oder Holz mit Bohrungen werden gerne angenommen. In der Nähe müssen jedoch ausreichende Vorkommen von Natternköpfen vorhanden sein.

Verwechslungsgefahr

Die Weibchen kann man vor allem mit der Blaugrünen Mauerbiene (Osmia caerulescens) verwechseln. Der Körper der Natternkopf-Mauerbiene ist jedoch deutlich länger, schlanker und die Köpfe sind schmaler.