Gemeine Trauerbiene

Melecta albifrons (Foerster, 1771)

Gattung: Trauerbienen (Melecta)

Familie: Bienen (Apidae)

Ohne Rang: Bienen (Apiformes)

Unterordnung: Taillenwespen (Apocrita)

Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)


Kennzeichen

Der Körper ist schwarz mit einer charakteristischen weißen bis gelb-braunen Behaarung auf dem Thorax, dem Gesicht und den Seiten der Hinterleibssegmente. Das zweite Geißelglied der Fühler ist mindestens anderthalb mal so lang wie das dritte Fühlerglied. Männchen haben 13 Fühlerglieder, Weibchen 12. Sie wird 12 bis 17 mm groß.

Flugzeit

Männchen kann man von März bis Ende Mai fliegen sehen, die Weibchen noch bis Ende Juni.

Verbreitung

Weite Teile Europas.

Habitat

Sand-, Kies- oder Lehmgruben, Steilufer, Weinberge, Trockenmauern oder Lößwände.

Ernährung

Sie ernähren sich von vielen verschiedenen Pflanzen wie z. B. Huflattich (Tussilago farfara) oder Weiße Taubnessel (Lamium album).

Fortpflanzung und Entwicklung

Das Weibchen sucht nach der Paarung die Nester von Pelzbienen wie z. B. der Gemeinen Pelzbiene (Anthophora plumipes) auf. Kurz bevor dieses verschlossen wird, legt sie ein Ei dort ab. Dazu sticht sie mit der Spitze ihres Hinterleibes den Deckel der Brutzelle auf und Platziert ihr Ei auf der Unterseite dieses Deckels. Die Larven fressen nach dem Schlüpfen erst das Ei oder die Larve der Wirtsbiene, später von dem eingetragenen Nahrungsvorräten. Noch im selben Jahr ist die Entwicklung abgeschlossen, dass erwachsene Tier überwintert aber in der Brutzelle.

Gefährdung und Schutz

Wie alle Bienen und Hummeln aus der Überfamilie Apoidea ist auch die Gemeine Trauerbiene nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt.

Verwechslungsgefahr

Sie kann leicht mit anderen Bienen aus dieser Gattung sowie mit Fleckenbienen (Thyreus) verwechselt werden.