Lasioglossum calceatum (Scopoli, 1763)

Ohne deutschen Namen

Gattung: Lasioglossum

Familie: Schmal- und Furchenbienen (Halictidae)

Ohne Rang: Bienen (Apiformes)

Unterordnung: Taillenwespen (Apocrita)

Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)


Kennzeichen

Der Thorax ist an den Seiten dicht orange-gelb behaart, ebenso die Beine. Die Oberseite des Thorax ist bräunlich bis schwarz. Auf dem Hinterleib befinden sich mehrere helle Querbinden. Männchen haben einen teilweise roten Hinterleib. Sie wird zwischen 8 und 10 mm groß.

Flugzeit

Die Weibchen kann man nach der Überwinterung im März und April finden. Weibchen und Männchen der nächsten Generation findet man von Juli bis in den Oktober.

Verbreitung

Weite Teile Europas, Asien, Japan.

Habitat

Waldränder, Feldwege, Gärten und Parkanlagen.

Ernährung

Sie ernährt sich von Pollen und Nekter vieler verschiedener Pflanzen und hat sich nicht spezialisiert.

Fortpflanzung und Entwicklung

Weibchen graben nach der Paarung Nester in den vegetationsarmen Boden. Oft kann man mehrere Nester nebeneinander beobachten. Wie bei vielen Furchenbienen kommt es auch bei Lasioglossum calceatum zu einer sogenannten semisozialen Nestgründung. Dabei gräbt ein Weibchen (Nestgründerin oder Königin genannt) einen Gang senkrecht in den Boden, der in einer Kammer mündet. Darin baut sie eine Wabe aus der Arbeiterinnen (Sommerweibchen) schlüpfen. Diese sind deutlich kleiner als die Nestgründerin. Sie kümmern sich um die zweite Brut aus der Geschlechtstiere, Männchen und Weibchen, schlüpfen. Bereits im Nest lassen sich die Weibchen von den Männchen begatten und überwintern dort. In kühlen Sommern überspringt die Nestgründerin die Brut der Arbeiterinnen.

Gefährdung und Schutz

Lasioglossum calceatum gilt zurzeit als nicht gefährdet, ist aber nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt.

Besonderheiten

Sie wird von der Blutbiene Sphecodes monilicornis parasitiert.

Verwechslungsgefahr

Lasioglossum calceatum lässt sich anhand von Fotos nicht von anderen Furchenbienen unterscheiden.