Halictus sexcinctus (Fabricius, 1775)

Ohne deutschen Namen

Gattung: Halictus

Familie: Schmal- und Furchenbienen (Halictidae)

Ohne Rang: Bienen (Apiformes)

Unterordnung: Taillenwespen (Apocrita)

Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)


Kennzeichen

Der Körper ist schwarz, auf dem Thorax und an den Beinen befinden sich goldgelbe Haare. Auf den Segmenten des Hinterleibs befinden sich vier schmale weißliche Binden, an der Spitze des letzten Segmentes ist wie bei allen Furchenbienen eine Kerbe. Die Fühler sind bei den Männchen orange, nur die letzten Fühlerglieder sind schwarz und auf deren Hinterleib befinden sich sechs weiße Binden. Weibchen werden zwischen 14 und 15 mm groß, Männchen zwischen 13 und 16 mm.

Flugzeit

Man kann sie von Ende April bis bis September finden.

Verbreitung

Weite Teile Europas.

Habitat

Sandige Gebiete wie Heiden, Sand- oder Kiesgruben, Trockenrasen, Brachen, Waldränder, Böschungen oder Brachen.

Ernährung

Sie sammelt Pollen und Nektar verschiedener Pflanzen, scheint aber Korbblütler (Asteraceae) zu bevorzugen.

Fortpflanzung und Entwicklung

Das Weibchen gräbt ein Nest in den sandigen, vegetationsarmen Boden. Oft liegen viele Nester anderer Weibchen dicht beeinander (Aggregation). Gelegentlich nutzen sogar eininge Weibchen denselben Nesteingang. Die Gänge verzweigen sich in 1 bis 2 cm tiefe Seitengänge an deren Ende die Brutzellen liegen. Bereits im Sommer schlüpfen die erwachsenen Tiere und paaren sich. Die Männchen sterben kurz darauf, die Weibchen überwintern.

Gefährdung und Schutz

Halictus sexcinctus ist in der Roten Liste von Deutschland als gefährdet (3) eingetragen und nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt.

Verwechslungsgefahr

Man kann sie leicht mit anderen Furchenbienen verwechseln, vor allem aber mit Halictus scabiosae. Deren Binden auf dem Hinterleib sind jedoch deutlich breiter.