Hosenbiene

Dasypoda hirtipes (Fabricius, 1793), Synonyme: D. plumipes, D.altercator

Gattung: Hosenbienen (Dasypoda)

Familie: Bienen (Apidae)

Ohne Rang: Bienen (Apiformes)

Unterordnung: Taillenwespen (Apocrita)

Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)


Kennzeichen

Der Körper ist dunkel, bei den Weibchen mit einer rötlichen Behaarung an der Brust und am Kopf, bei den Männchen mit einer durchgehenden hellen Behaarung. Die Weibchen haben am Hinterleib weiße Querbinden und deutliche lange rotbraune Haare an den Hinterbeinen, die sogenannten Sammelbürsten. Beim Männchen sind die Beine lang und dünn. Sie wird 12 bis 15 mm groß.

Flugzeit

Man kann sie von Juni/Juli bis September fliegen sehen.

Verbreitung

Mittel- und Südeuropa.

Habitat

Hauptsächlich in sandigen Gebieten wie Heiden oder Sandgruben aber auch an Bahndämmen, Wegrändern und Böschungen.

Ernährung

Die ernährt sich von Pollen und Nektar von Korbblütlern (Asteraceae) wie z. B. Habichtskraut (Hieracium) oder Wegwarte (Cichorium intybus).

Fortpflanzung und Entwicklung

Die Nester werden von den Weibchen 20 bis 60 cm tief in Sand oder lockerer Erde angelegt. Es gibt mehrere Brutzellen, in die das Weibchen Pollen einträgt, mit Nektar vermischt und darauf ein Ei ablegt. Anschließend wird diese Brutkammer verschlossen. Pro Tag wird eine Kammer angelegt. Die Larven überwintern in diesen Kammern und im Frühsommer des nächsten Jahres schlüpfen die erwachsenen Tiere. Oft findet man mehrere Nester in unmittelbarer Umgebung (Aggregation).

Gefährdung und Schutz

Wie alle Bienen und Hummeln aus der Überfamilie Apoidea ist auch die Hosenbiene nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt. In der Schweiz ist sie auf der Roten Liste als gefährtet (3) eingetragen.

Verwechslungsgefahr

Es gibt mehrere ähnliche Arten die jedoch nicht an Korbblütlern sondern an Kardengewächsen Pollen und Nektar sammeln.