Waldpelzbiene

Anthophora furcata (Panzer, 1798)

Gattung: Pelzbienen (Anthophora)

Familie: Bienen (Apidae)

Ohne Rang: Bienen (Apiformes)

Unterordnung: Taillenwespen (Apocrita)

Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)


Kennzeichen

Das Weibchen hat dichte goldbraune Haare auf dem Thorax, in dessen Mitte ein Büschel schwarzer Haare ist. Die Segmente des Hinterleibs tragen wenige hellgraue Haare, an der Hinterleibsspitze befindet sich eine rostrote Endfranse. Die Haare an den Beinen sind gelbbraun, auch im schwarzen Gesicht hat das Weibchen helle Haare. Das Gesicht des Männchens ist gelb und trägt nur wenige bis keine Haare. Beide Geschlechter werden zwischen 11 und 12 mm groß.

Flugzeit

Man kann sie von Mitte Mai bis August/September fliegen sehen, meist in einer, gelgentlich in zwei Generationen.

Verbreitung

Ganz Europa.

Habitat

Gebiete mit Vorkommen von mit alten Baumbeständen und morschem Holz wie Waldränder, Lichtungen, Gärten, Parkanlangen oder Streuobstwiesen.

Ernährung

Die Waldpelzbiene sammelt Pollen und Nektar ausschließlich von Lippenblütlern (Lamiaceae) und einigen Braunwurzgewächsen (Scrophulariaceae)

Fortpflanzung und Entwicklung

Sie nistet als einzige Pelzbiene in Mitteleuropa in morschem Holz oder im Mark dünner Pflanzenstängel. Das lineare Nest kann aus bis zu sieben Brutzellen bestehen in die das Weibchen Pollen und Nektar einträgt. Es kommen aber auch verzweigte Nester vor. Die Innenwände der Zellen werden mit einem Sekret ausgekleidet.

Gefährdung und Schutz

Die Waldpelzbiene ist in der Roten Liste von Deutschland auf der Vorwarnliste (V) eingetragen und nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt. Durch das Beseitigen von Totholz ist sie inzwischen selten geworden.

Besonderheiten

Die Waldpelzbiene wird von den Kegelbienen Coelioxys rufescens und Coelioxys conica parasitiert.

Verwechslungsgefahr

Die Waldpelzbiene kann auf den ersten Blick leicht mit einer Hummel verwechselt werden.