Zweifleck-Pelzbiene

Anthophora bimaculata (Panzer, 1798)

Gattung: Pelzbienen (Anthophora)

Familie: Bienen (Apidae)

Ohne Rang: Bienen (Apiformes)

Unterordnung: Taillenwespen (Apocrita)

Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)


Kennzeichen

Die Grundfarbe des Körpers ist dunkelbraun bis fast schwarz. Die Brust ist stark rotbraun behaart, auf dem Hinterleib befinden sich helle Querbinden. Das Gesicht ist bei den Weibchen weißlich-gelb, bei den Männchen gelb gezeichnet. Die Komplexaugen sind grünlich mit einem deutlichen schwarzen länglichen Fleck. Das letzte Segment am Hinterleibsende ist am Ende eingekärbt. Sie werden zwischen 8 und 9 mm groß.

Flugzeit

Man kann sie in einer Generation von Juli bis August fliegen sehen.

Verbreitung

Mittel- und Südeuropa.

Habitat

Trockene, sandige und vegetationsarme Gebiete wie Heiden, Brachen, Binnendünen, Sandgruben.

Ernährung

Sie ernährt sich von Pollen und Nektar verschiedener Blütenpflanzen wie z. B. Rauhblattgewächse (Boraginaceae), Korbblütler (Asteraceae) oder Rosengewächsen (Rosaceae).

Fortpflanzung und Entwicklung

Das Weibchen gräbt ca. 5 cm tiefe Gänge in den sandigen Boden an deren Ende die Brutzellen liegen. Die Überwinterung erfolgt als Ruhelarve.

Gefährdung und Schutz

Die Zweifleck-Pelzbiene ist in der Roten Liste von Deutschland als gefährdet (3) eingetragen.

Besonderheiten

Beim Fliegen erzeugen sie einen sehr hellen, fast aufdringlichen Ton.

Sie wird von Sandgängerbiene (Ammobates punctatus) parasitiert (Kuckuk).

Verwechslungsgefahr

Sie kann leicht mit der Vierfleck-Pelzbiene (Anthophora quadrimaculata) verwechselt werden. Diese hat jedoch eine eher gelbe Behaarung und nistet in sandigen bis lehmigen Steilwänden.