Gemeine Sandbiene

Andrena flavipes (Panzer, 1799)

Gattung: Sandbienen (Andrena)

Familie: Andrenidae

Ohne Rang: Bienen (Apiformes)

Unterordnung: Taillenwespen (Apocrita)

Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)


Kennzeichen

Der Körper ist dunkel mit hellen Streifen auf dem Hinterleib, einem Ring aus hellen Haaren entlang der Brust und hellen Haaren an der Stirn. Sie werden zwischen 10 und 14 mm groß wobei die Männchen deutlich kleiner als die Weibchen sind.

Flugzeit

Es gibt zwei Genertionen im Jahr. Die erste kann man zwischen März und Mai, die zweite zwischen Juli und September fliegen sehen.

Verbreitung

Fast ganz Europa.

Habitat

Sandige oder lehmige Gebiete wie Heiden, Brachen, Sand- und Kiesgruben, aber auch an Waldrändern oder auf Wiesen.

Ernährung

Sie ernährt sich von Pollen und Nektar verschiedener Pflanzen wie z. B. Weiden- (Salicaceae), Dolden- (Apiaceae), Hahnenfußgewächsen (Ranunculaceae) oder Korbblütlern (Asteraceae).

Fortpflanzung und Entwicklung

Die Weibchen bauen Erdnester mit je zwei bis drei Brutzellen in bis zu 23 cm Tiefe. In diese Zellen werden Pollen eingetragen und jeweils ein Ei gelegt. Die Verpuppung erfolgt in einem Kokon. Tagsüber bleiben diese Nester offen, nur Nachts oder bei Regen verschließt sie die Öffnung. Oft nisten mehrere hundert Bienen in Kolonien nebeneinander. Das bezeichnet man als Aggregation.

Gefährdung und Schutz

Wie alle Bienen und Hummeln aus der Überfamilie Apoidea ist auch die Gemeine Sandbiene nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt.

Besonderheiten

Sie wird von der Wespenbiene Nomada fucata parasitiert.

Verwechslungsgefahr

Die Gemeine Sandbiene kann auf den ersten Blick mit der Honigbiene (Apis mellifera) oder der Dicken Sandbiene (Andrena gravida) verwechselt werden.