Gemeine Rasenameise

Tetramorium caespitum (Linnaeus, 1758)

Gattung: Tetramorium

Familie: Ameisen (Formicidae)

Unterordnung: Taillenwespen (Apocrita)

Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)


Kennzeichen

Der Körper ist dunkelbraun bis fast schwarz, die Beine, die Fühler und die Mundwerkzeuge sind gelblichbraun. Auf dem Kopf und der Taille befinden sich tiefe Rillen. Arbeiterinnen werden zwischen 2,5 und 4 mm groß, Königinnen zwischen 6 und 8 mm und die Männchen zwischen 5 und 7 mm.

Flugzeit

Geschlechtreife Tiere schwärmen zwischen Anfang Juni und Anfang August.

Verbreitung

Weite Teile Europas, bis ein eine Höhe von 500 bis 700 m. In Nordamerika wurde sie eingeschlept.

Habitat

Trockene, sonnige Gebiete mit Kalk- oder Sandboden.

Ernährung

Sie ernährt sich häuptsächlich von Aas, jagt selten aber auch selber nach Beute. Auch Körner und Honigtau werden verzehrt wobei die Körner weiterverarbeitet und an die Larven verfüttert wird. Außerdem leben in den Nestern Raupen von Bläulingen (Lycaenidae) von deren Ausscheidungen sich die Ameisen ebenfalls ernähren.

Fortpflanzung und Entwicklung

Das wird unter einem Stein oder freistehend angelegt wobei die freistehenden Nester einen großen Erdhügel haben. Ein Nest kann bis zu 80.000 Arbeiterinnen haben. Es befindet sich aber immer nur eine Königin darin. Geschlechtreife Tiere schwärmen zwischen Juni und August und gründen nach der Paarung ein eigenes Nest. Oft findet man mehrere Nester in unmittelbarer Umgebung.

Gefährdung und Schutz

Die Gemeine Rasenameise gilt zur Zeit als nicht gefährdet. Sie zählt zu den häufigsten Ameisenarten Mitteleuropas.

Besonderheiten

In den Nestern der Gemeinen Rasenameise leben einige Sozialparasiten wie die Arbeiterlose Parasitenameise (Anergates atratulus) sowie die Raupen einiger Bläulinge (Lycaenidae).

Es gibt mehrere Unterarten und Synonyme.

Verwechslungsgefahr

Es gibt mehrere sehr ähnliche Arten. Eine genaue Bestimmung ist anhand eines Fotos nicht möglich.