Rotrückige Sklavenameise

Formica cunicularia (Linnaeus, 1758)

Gattung: Waldameisen (Formica)

Familie: Ameisen (Formicidae)

Unterordnung: Taillenwespen (Apocrita)

Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)


Kennzeichen

Der Körper ist braun oder schwarz bis grau und nur matt glänzend, die Brust ist rötlich. Dieser Rotanteil kann jedoch stark variieren. Königinnen und Männchen werden zwischen 8 und 10 mm groß, Arbeiterinnen zwischen 5 und 7 mm.

Flugzeit

Man kann sie von März bis Oktober finden, geschlechtsreife Tiere schwärmen Ende Juli/Anfang August, meist am frühen Vormittag.

Verbreitung

Europa, Asien, bis in eine Höhe von 1.800 m.

Habitat

Trockene, sonnige Gebiete wie Trockenwiesen, Brachen, gerne auch unter Straßen.

Ernährung

Sie ernährt sich häuptsächlich räuberisch von anderen Insekten und Spinnen, trinkt aber auch Blütennektar.

Fortpflanzung und Entwicklung

Die Nester bestehen aus einfachen Erdnestern. Nur bei dichtem Bewuchs kann man einen kleinen Erdhügel sehen. Im Laufe des Sommers kann die Neststärke auf bis zu 1.800 Arbeiterinnen anwachsen. Meist ist nur eine Königin im Nest, gelegentlich aber auch mehrere. Die Entwicklung einer einzelnen Arbeiterin dauert zwei Monate. Zwischen Oktober und März hält die Königin mit einem Teil ihrer Arbeiterinen Winterruhe.

Gefährdung und Schutz

Die Rotrückige Sklavenameise gilt zur Zeit als nicht gefährdet.

Besonderheiten

Die Rotrückige Sklavenameise bildet zusammen mit der Rotbärtigen Sklavenameise (Formica rufibarbis) und Formica clara sowie fünf weiteren Arten die Formica-rufibarbis-Gruppe innerhalb der Sklavenameisen.

Sie verhält sich gegenüber Angreifen sehr aggresiv, ist ansonsten aber eher zurückhaltend und wird daher als Hilfsameisen von verschiedenen anderen Ameisen genutzt.

Es sind zwei Synonyme bekannt: Formica fusca var. rubescens und Formica cunicularia fuscoides.

Verwechslungsgefahr

Man kann sie leicht mit anderen Ameisen aus der Untergattung der Sklavenameisen verwechseln, besonders mit der Rotbärtigen Sklavenameise (Formica rufibarbis). Eine genaue Bestimmung anhand eines Fotos ist nicht möglich.